Hamburg Lifte | Hamburg Lifte - Informationen zur Barrierefreiheit
Ich, Arne Buchholz, habe die Informationen zu Preisen von Treppenliften, Aufzügen usw. Als Sachverständiger für Barrierefreiheit im Bereich Planen und Bauen kann ich umfassend beraten.
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Barrierefrei in Berlin Arne Buchholz

Informationen zur Barrierefreiheit

An dieser Stelle finden Sie Informationen zu unterschiedlichsten Themen aus dem Bereich Barrierefreiheit, insbesondere zu Aufzügen und Liften.

Cartoon Barrierefrei
Barrierefreiheit – rechtlicher Hintergrund

Am 1. Mai 2002 trat das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft. Es enthält ein Benachteiligungsverbot und bindende Regelungen für die Bundesverwaltung, Barrierefreiheit herzustellen.

Zivile Neubauten sowie große zivile Um- oder Erweiterungsbauten des Bundes einschließlich der bundesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sollen barrierefrei gestaltet werden. Und zwar entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik .

Bundes Behinderten Gleichstellungs Gesetz (BGG § 8 Abs. 1)

Mit diesem Gesetz änderte sich die Richtung der Politik für behinderte Menschen grundlegend. Menschen mit Behinderungen sollen nicht mehr das Objekt öffentlicher Fürsorge sein. Sondern gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hindernisse oder Barrieren, die dem entgegenstehen, sollen beseitigt werden. Um Gleichstellung und Barrierefreiheit auch auf die Bundesländer zu übertragen sind Landesgleichstellungsgesetze erlassen worden.

Das Hamburgische Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen wurde von der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg am 21. März 2005 in Kraft gesetzt.

Barrierefreiheit ist das Schlüsselwort für die Gesetz- und Verordnungstexte. Alle von Menschen gestalteten Lebensbereiche müssen für Menschen mit Behinderung zugänglich sein. Und von ihnen genutzt werden können. In § 4 Hamburgisches Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen wird die Barrierefreiheit so definiert, dass Lebensbereiche ohne besondere Erschwernis und in der Regel ohne besondere Hilfe zugänglich und nutzbar sein müssen.

Behindertenverbände können unter bestimmten Voraussetzungen anstelle und mit dem Einverständnis behinderter Menschen gegen Benachteiligungen und unterlassene Herstellung von Barrierefreiheit klagen. Verbandsklagen können beispielsweise geltend gemacht werden, wenn Behörden den Aufforderungen des Gesetzes nicht nachkommen und beispielsweise Neu- und große Umbauten nicht barrierefrei gestalten.

Dieses weitergehende Verständnis von Barrierefreiheit spiegelt sich in Deutschland auch in den Landesbauordnungen der Bundesländer wider. Die Landesbauordnungen orientieren sich an der Musterbauordnung des Bundes, diese ist aber nicht rechtsverbindlich, da Baurecht Landesrecht ist.

Die Hamburgische Bauordnung (HBauO) vom 14.12.2005 hat in diesem Zusammenhang § 37 (Aufzüge) und § 52 (Barrierefreies Bauen) für rechtsverbindlich erklärt. Verantwortlich hierfür ist die Hamburger Bauaufsicht bzw. die Bauaufsichtsbehörden der Bezirksämter. Diese haben viele Detailbereiche mittels fachspezifischer Verordnungen rechtsverbindlich geregelt (Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (VStättVO), Verordnung über den Betrieb von Gaststätten (GastVO), Verordnung über den Bau und Betrieb von Verkaufsstätten (VkVO, etc.).

§ 52 HBauO „Barrierefreies Bauen“ regelt Anforderungen an:
  • barrierefrei erreichbare Wohnungen (Geschosswohnungsbau) (Abs. 1 und 4),
  • öffentlich zugängliche bauliche Anlagen -Nichtwohnungsbau (Abs. 2),
  • bauliche Anlagen, Einrichtungen und Wohnungen, die von Menschen mit Behinderungen, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern genutzt werden (Abs. 3).

Bauaufsichtlich eingeführte technische Baubestimmungen (und somit rechtsverbindlich) in Bezug auf § 52 HBauO

Zur Umsetzung der Landesbauordnung haben alle Bundesländer – mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen – die DIN-Norm zum barrierefreien Bauen öffentlich zugänglicher Gebäude als Technische Baubestimmungen eingeführt. Diese Einführung bezieht sich in der Regel auf Teile der Norm. Sie ist in den Ländern ebenfalls recht unterschiedlich. Außerdem werden in einer Reihe der Länder erläuternde Leitfäden sowohl zur Landesbauordnung als auch zu den Technischen Baubestimmungen herausgegeben.

In Hamburg eingeführt sind:

  • DIN 18040 Teil 1 (Fassung Oktober 2010) Barrierefreies Bauen: Planungsgrundlagen -Öffentlich zugängliche Gebäude (siehe Nr. 7.3 und Anlage 7.3/1 zur Liste der Technischen Baubestimmungen)
  • DIN 18040 Teil 2 (Fassung September 2011) Barrierefreies Bauen: Planungsgrundlagen –Wohnungen (siehe Nr. 7.3 und Anlage 7.3/2 zur Liste der Technischen Baubestimmungen)
  • DIN 18065 (Fassung Juni 2011) Gebäudetreppen -Begriffe, Messregeln
  • DIN EN 81 Teil 70 (Fassung September 2005) Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen – Besondere Anwendungen für Personen- undLastenaufzüge -Zugänglichkeit von Aufzügen für Personen einschließlich Personen mit Behinderungen

Weitere Informationen insbesondere zur Regelung in anderen Bundesländern finden Sie hier: http://www.wegweiser-barrierefreiheit.de

Das Prinzip der Barrierefreiheit wird immer noch lediglich auf die Zielgruppe der behinderten Menschen bezogen. Das ist unverständlich. Zumal deutschland- und europaweit Berichte und Gutachten immer wieder herausstellen, dass die Herstellung von Barrierefreiheit im Interesse aller Menschen ist. So ist bekannt, dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt für etwa 10 % der Bevölkerung zwingend erforderlich, für etwa 30 bis 40 % notwendig und für 100 % komfortabel ist.

PREISE FÜR LIFTE UND AUFZÜGE

Bauaufsichtlich eingeführte technische Baubestimmungen (und somit rechtsverbindlich) in Bezug auf § 52 HBauO

Die folgenden Preise sind grob kalkuliert und sollen lediglich eine Vorstellung geben. Zum Beispiel kann ein Fundament für einen Hub- oder Plattformlift bis zu 2.000 Euro zusätzlich kosten. In den folgenden genannten Preisen sind keine Extraausstattungen enthalten, die aber bei individuellen Krankheitsbildern erforderlich sein können. Für eine tatsächliche Beurteilung Ihrer Bedürfnisse und den daraus resultierenden Kosten rufen Sie uns an.

Preise Lifte

* Preisspanne für Standardtreppen

Der exakte Preis hängt von Ihren individuellen Anforderungen und den nachfolgenden Faktoren ab:

  • Der jeweilige Konstruktionsaufwand entscheidet stark über den Preis.
  • Kompliziertere Montagen bedeuten höhere Preise.
  • Lifte für gerade Treppen erfordern weniger Planungsaufwand und lassen sich schneller montieren.
  • Je komplexer die Treppe, desto teurer wird das Schienensystem. (Wer zum Beispiel für eine verwinkelte Treppe einen Treppen- oder Plattformlift braucht, muss von Beginn an mit höheren Planungs- und Fertigungskosten rechnen.)

Eine Beispielrechnung für einen Standardlift mit Pflegekassenzuschuss:

Treppenlift (mittleres Preissegment)
Umbaumaßnahmen
Montagekosten
Extraausststtung (drehbarer Sitz)
Zwischensumme
Mehrwertsteuer
Zuschuss Pflegeversicherung

Gesamt

11.500 €
1.000 €
1.000 €
1.000 €
14.500 €
2.755 €
-4.000 €

13.255 €

DIN EN 81-70 Aufzüge

Neben den grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen der Aufzugsrichtlinie enthält die DIN EN 81-70 Mindestvorgaben für die Zugänglichkeit von Aufzügen. Sie beschreibt drei Größen von Aufzügen, die unterschiedliche Grade der Zugänglichkeit für die Benutzer von Rollstühlen anbieten. Der Grad der Zugänglichkeit und Benutzbarkeit wird durch Abmessungen, räumliche und technische Kriterien bestimmt.

AUFZUGSTYP 1 BIS 450 KG

Fahrkorbbreite: 1 000 mm
Fahrkorbtiefe: 1 250 mm

AUFZUGSTYP 2 BIS 630 KG

Fahrkorbbreite: 1 100 mm
Fahrkorbtiefe: 1 400 mm

AUFZUGSTYP 3 BIS 1275 KG

Fahrkorbbreite: 2 000 mm
Fahrkorbtiefe: 1 400 mm

  • Die DIN 18040 nimmt in ihren Forderungen Bezug auf die DIN EN 81-70.
  • DIN 18040-1 öffentlich zugängliche Gebäude: „Aufzüge müssen Typ 2 oder 3 nach DIN EN 81-70:2005-09, Tabelle 1 entsprechen. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen.“
  • DIN 18040-2 Wohnungen: „Aufzüge müssen mindestens dem Typ 2 nach DIN EN 81-70:2005-09, Tabelle 1 entsprechen. Die lichte Zugangsbreite muss mindestens 90 cm betragen.“

Im privaten Bereich bei Kenntnis des Krankheits- und Behinderungsbildes sowie Kenntnis der Rollstuhlart ist es durchaus möglich geringere Abmessungen zu wählen.

Leitfaden für Maßnahmen für blinde und sehbehinderte Personen

Die DIN EN 81-70 enthält im Anhang eine ausführliche Beschreibung zu Farb-/ Farbtonkontrastierung und Oberflächenbeschaffenheit, Beleuchtung, tastbaren Zeichen und Symbolen, Brailleschrift.

 

Haltestelle

 

Farbe und Farbton von Schachttüren und Taster auf dem Bedienungstableau sollten sich von der Umbebung kontrastreich absetzen. Farbig oder oberflächig abgesetzter Fußboden vor den Aufzugstüren ungefähr 1 500 mm × 1 500 mm kann die Aufmerksamkeit erhöhen.

 

Die DIN 18040 erhebt darüber hinaus noch folgende Forderung:

Gegenüber von Aufzugtüren dürfen keine abwärtsführenden Treppen angeordnet werden. Sind sie unvermeidbar, muss ihr Abstand mindestens 300 cm betragen. Vor den Aufzugstüren ist eine Bewegungs- und Wartefläche von mindestens 150 cm × 150 cm zu berücksichtigen. In der DIN 18040-1 wird auf Grund der höheren Anzahl von Personen gefordert: Bei einer Überlagerung dieser Fläche mit anderen Verkehrsflächen muss ein Vorbeigehen am wartenden Rollstuhlbenutzers möglich sein. Dies wird z. B. erreicht durch eine zusätzlich anzuordnende Durchgangsbreite von 90 cm.

 

Fahrkorb

 

Fahrkorbbeleuchtung mindestens 100 Lux, Vermeidung von Punktstrahlern
Innenwände nicht-reflektierend, zum Fußboden in Farbe und Farbton kontrastieren. Matte Oberflächen, Fahrkorbboden ähnlich wie im Haltestellenbereich.

Ein Spiegel und Klappsitz erhöhen den Komfort. Besonders in Aufzugstyp 1 und 2, sollte ein Spiegel eingebaut werden. Damit dem Rollstuhlfahrer beim Rückwärtsfahren aus dem Fahrkorb das Erkennen von hinter ihm liegenden Hindernissen ermöglicht wird. Glasspiegel müssen aus Sicherheitsglas sein.

Befehlsgeber

 

Ausführliche Beschreibung der Befehlsgeber.

Empfohlen wird die Sprachansage. So können unter anderem Angaben über Geschäfte und Büros auf dem Stockwerk bereitgestellt werden. Optische Anzeigen sind ebenfalls sinnvoll.

 

 

BESONDERE VORSCHRIFTEN FÜR AUFZUGSANLAGEN AUS DER NEUEN BETRSICHV 2015

 

 

Neue Vorschriften (gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 BetrSichV):

Prüfungen sind mit dem Ziel durchzuführen, den sicheren Betrieb der Aufzugsanlage bis zur nächsten Prüfung zu gewährleisten. Zur Prüfung gehören auch alle aufzugsexternen Sicherheitseinrichtungen, die für die sichere Benutzung der Aufzugsanlage erforderlich sind. Dazu gehören Überdrucklüftungsanlage oder Notstromversorgung von Feuerwehraufzügen.

Alle Aufzugsanlagen sind vor erstmaliger Inbetriebnahme von einer zugelassenen Überwachungsstelle mit folgenden Prüfinhalten zu prüfen (Gilt für Aufzüge nach Aufzugsrichtlinie und Maschinenrichtlinie):

Vorhandensein der technischen Unterlagen einschließlich EG-Konformitätserklärung.

Vorhandensein einer inhaltlich plausiblen Notbefreiungsanleitung.

Prüfung, ob die elektrische Anlage vorschriftsmäßig ist.

Prüfung, ob die Notrufweiterleitung an eine ständig besetzte Stelle gewährleistet ist.

 

ALLE AUFZUGSANLAGEN SIND REGELMÄSSIG WIEDERKEHREND VON EINER ZUGELASSENEN ÜBERWACHUNGSSTELLE MIT FOLGENDEN PRÜFINHALTEN ZU PRÜFEN (HAUPTPRÜFUNG)

 

 

Prüfung, ob sich die Anlage in einem der Verordnung entsprechenden Zustand befindet und sicher verwendet werden kann.

Vorhandensein der technischen Unterlagen einschl. EG-Konformitätserklärung.

Vorhandensein einer inhaltlich plausiblen Notbefreiungsanleitung.

Prüfung der Sicherheit der elektrische Anlage, soweit dies für die sichere Verwendung erforderlich ist.

Die Fristen für die wiederkehrenden Prüfungen sind vom Arbeitgeber unter Berücksichtigung der erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen festzulegen. Die Prüffrist darf zwei Jahre nicht überschreiten.

In der Mitte zwischen zwei Hauptprüfungen ist eine Zwischenprüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle durchzuführen.

Weitere Informationen finden Sie im Brachenbuch http://www.frag-christel.de

Rollstuhl historisch